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 ~ Bild-Archiv alte Postkarten ~
Philosophy
Im Rat der großen Tage entstand die Frage, wer " der Größte sei ": Der Tag an dem die französische Revolution ausbrach? Die erste Atombombe gezündet wurde? Die Schlagzeilen der Tageszeitung über Unglücksfälle und sensationelle Verbrechen berichteten? Nach langem Diskutieren und Nachdenken kamen die Teilnehmer zu einem Ergebnis, das manche überraschte: Den Preis sprachen sie einem Tag zu, an dem die Menschen Freude erlebten und vermehrten- Zeit für frei sein und wohl fühlen - Zeit für Erholung und Neuanfang, Zeit für LIEBE. "Wann ist dieser Tag?" fragte dann ein Mitglied des Rates. Die Frage blieb ohne Antwort- bis jemand auf die geniale Idee kam, dieser Tag ist HEUTE! Und wird immer dann neu auf die Erde kommen ,wenn es Menschen gibt, die den Augenblick des Seins wahrnehmen und ihn nützen wollen.
CARPE DIEM- Treffpunkt für Menschen, die den Tag leben, die Chance des Jetzt erkennen, und den Augenblick nützen wollen.
   ~ Archives Location Carpe Diem 2005 ~
Carpe diem ist die wohl kürzeste und bekannteste Formulierung dafür, das Leben als Geschenk zu begreifen, als neue Aufgabe, mit der man jeden Tag beginnen kann. "Nutze den Tag", seit den Zeiten des Horaz (röm.Dichter), von dem der Satz geprägt wurde, ist diese knappe Aufforderung auch Inbegriff für das, was heute wieder viele bewegt - Lebenskunst. Daß das Leben eine Kunst ist, die man lernen kann, daß die pure Existenz Materie ist, aus der Du eine freie Form bilden kannst... Horaz, Quintus Horativ Flaccus, (geb.65 v Chr., gest.8 v. Chr.), war stets darauf bedacht, sich seine Freiheit im Denken und Handeln zu bewahren. Er unterschied sich v.a. durch seine humorvolle Lebensüberlegenheit von anderen Zeitgenossen. Sein Ausdruck war von starker persönlicher Färbung. Die Lebenshaltung des Horaz gleicht am ehesten der des Epikur. Ein "Epikureer" ist ein Mensch, der nach dem bequemen und genußreichen Leben strebt. Er rechtfertigt eine ganz dem sorglosen Sinnengenuss gewidmetem Lebensführung; fern von Politik und Staat zieht er das Leben im privaten Kreis vor. Es sei jedoch betont, daß hier keineswegs das zügellose Jagen nach Sinneslust gemeint ist. Mäßigkeit, Selbstbeherrschung und Gelassenheit sind nötig, um nicht unter den Konsequenzen von Irrtum und Schandtat zu leiden, also nicht in den Tag hinein zu leben, sondern ihn zu nutzen! Das alleinige Ziel des Menschen definiert er schlicht und einfach als "Gewinnung von Lust unter Vermeidung von Unlust!" In diesem Sinne...

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